Tanja Krones, Internationale Forschung, Präsidentin acp-i

Wenn man in der Klinischen Ethik arbeitet, kommt man fast zwangsläufig auf das Thema, wie wir es besser erreichen können, dass Menschen auch im urteilsunfähigen Zustand so behandelt werden, wie sie selbst dies wohlerwogen wünschen wollen.

Die rechtliche Stärkung der Patientenverfügungen Ende der 90er Jahre war hierzu ein erster wichtiger Schritt, wobei sich aber in der klinischen Praxis schnell zeigte, dass diese an Grenzen stossen. 

2010 lernte ich über Medizinethikkollegen Bud Hammes und Karen Detering kennen, die beide Pioniere eines umfassenden qualifizierten und evidenzbasierten ACp Konzeptes in ihren Ländern sind, und konnte 2011 die Ausbildung in Australien machen und im Rahmen des nationalen Forschungsschwerpunkts Lebensende (NFP67) gemeinsam mit vielen Kolleginnen in der Schweiz weiterentwickeln. Seitdem bin ich Mitglied von ACP International, der internationalen interprofessionellen Fachgesellschaft von ACP  und wurde 2017 zur Präsidentin gewählt. ACP ist für mich ein Kernelement eines patientenorientierten Gesundheitswesens, und ich freue mich riesig, das wir mit ACP Swiss ach in der Schweiz nun eine Plattform  für die Förderung von ACP haben.