Haben Sie sich schon einmal Gedanken dazu gemacht, wie Sie im Krankenhaus behandelt werden möchten, wenn Sie nach einem schweren Unfall oder mit einer unheilbaren Krankheit nicht mehr urteilsfähig sind?

Wer schwer krank ist, soll seine Behandlung mitbestimmen und seine Werte und Wünsche darin einfliessen lassen können. Ist die betroffene Person plötzlich urteilsunfähig, stehen das Behandlungsteam und die Angehörigen vor schwierigen Entscheidungen. Advance Care Planning (ACP), auf Deutsch etwa »vorausschauende Behandlungsplanung«, kann solche Situationen klären und zur Entlastung von allen Betroffenen führen. ACP ist ein Werkzeug für PatientInnen, mit dem die eigenen Erwartungen an die Behandlung eindeutig und verständlich schriftlich formuliert werden können. Im Gespräch mit einer Expertin wird eine Patientenverfügung »plus« festgehalten, eine Art erweiterte Patientenverfügung. Dank ihr können das Behandlungsteam und die Angehörigen den mutmasslichen Willen der betroffenen Person genauer umsetzen.

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Entscheidungen am Lebensende stellen Betroffene und Beteiligte vor besondere Herausforderungen und werfen viele Fragen auf: Wann ist eine Person urteils(un)fähig? Entscheidet ein Patient immer selbstbestimmt über das Lebensende? Darf sich der Arzt über eine Patientenverfügung hinwegsetzen? Wer bestimmt wie über Leben und Tod eines Menschen, wenn die eigene Vorsorge fehlt? Im Fokus stehen auch die ebenso aktuellen wie brisanten Themen Demenz, Sterbehilfe und Palliative Care. Nach einer kritischen Gegenüberstellung von Rechtslage und Realität im Kontext von Entscheidungsprozessen in der letzten Lebensphase werden Anregungen für die Weiterentwicklung von rechtlicher Regelung und medizinischer Praxis präsentiert. Die Dissertation richtet sich an Juristen und Ärzte, Gesetzgeber und Spitäler sowie weitere involvierte Personen und Institutionen.

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Im Rahmen der gesundheitspolitischen Prioritäten des Bundesrates «Gesundheit2020» wurde im Juli 2015 das Projekt «Koordinierte Versorgung» lanciert. Bereits heute leisten verschiedene Stellen wertvolle Arbeit im Bereich der gesundheitlichen Vorausplanung, z.B. durch das Erstellen von Patientenverfügungen und Notfallplänen. Im neuen Konzept geht es einerseits um eine Klärung der Terminologie und andererseits um Empfehlungen zur Optimierung und Strukturierung dieser Prozesse, die von einer individuellen Wertediskussion bis hin zur regional koordinierten Anwendung und einheitlichen Dokumentation reichen.

Rezensionen zum Buch «Wie ich behandelt werden will» 

 

«Das Buch richtet sich primär an Patientinnen und Patienten und ist für Laien verständlich geschrieben, es dürfte aber auch Fachpersonen interessieren.» (UZH-Magazin)

 

«ACP ist ein Werkzeug, mit dem die PatientInnen, mit dem die eigenen Erwartungen an die Behandlung eindeutig und verständlich formuliert werden können.» (Die Zeit)